Slowenien haben wir uns schon vor ein paar Jahren angeschaut und daher sind wir gleich bis Kroatien gedüst. Istrien kennen wir auch schon ganz gut, sodass unser erstes Ziel am 16.03.2023 die Insel Krk war.
In Kroatien ist Freistehen nicht erlaubt (wir haben dann später festgestellt, dass das außerhalb der Saison nicht so streng ist) deshalb gab’s für uns erstmal nen klassischen – sehr schönen – Campingplatz aus der Valamar Gruppe. Direkt am Wasser mit strahlendem Sonnenschein haben wir’s dann ein paar Tage gut ausgehalten. Auf Krk kann man super wandern und mountainbiken. Wir haben uns eine 28km Tour rausgesucht bei der wir viel von der schönen Insel sehen konnten. Der Campingplatz liegt direkt am Ort in dem es eine hervorragende Osteria ähhh heisst ja in Kroatien Konoba gibt. Fisch direkt aus dem Meer, dazu Mangold mit Kartoffeln (ist so eine typische und super köstliche Beilage) und natürlich Wein aus der Gegend sowie – ihr könnt es euch denken – Schnaps. Gut gelaunt gehts dann abends in Betti. Ach übrigens, das Wasser im Meer ist um diese Zeit noch seeeehr kalt. Ist jetzt keine Überraschung aber ich war trotzdem baden. Ganz kurz.
Am 21.03.2023 haben wir uns wieder auf unsere Schwingsitze im Benzo begeben und sind nach Zagreb geheizt (hahaha natürlich nicht – wir dürfen ja nur 100 km/h fahren). In Zagreb gibt es keinen Stellplatz aber einen Parkplatz am Fluß ca. 30 min von der Stadt entfernt. Dort haben wir unseren Benzo geparkt und sind auf Erkundungstour durch Zagreb aufgebrochen. Tolle Stadt mit vielen schönen Café’s, Restaurants, Park und Gebäuden. Hat uns richtig gut gefallen. Wir haben dann auch auf dem Parkplatz (bzw. ca. 300 meter weiter die Straße runter) geschlafen und sind am nächsten Tag nochmal durch die Stadt geschlendert und dann in eine der am besten bewerteten Pizzerien zum Mittagessen gegangen. Und was soll ich sagen. Volltreffer! In Franko’s Pizzeria – die zu den Top 50 in Europa zählt (siehe Taste of Europe) isst man wirklich wirklich hervorragende Pizzen. Und trinkt guten Wein.
Nachdem wir uns von Zagreb losreißen konnten fuhren wir zu Toni’s Onkel nach Lipovljani – mitten in Kroatien, auf dem Land. Toni hat seinen Onkel Zlatko und seine Tante Branka seit 30 Jahren nicht mehr gesehen. Wir wurden herzlichst begrüßt und göttlich bekocht. Nach 2 Tagen Futterkoma ging’s dann beladen mit selbst hergestellten Köstlichkeiten wie Jeger (selbst gemachter Jägermeister), anderer Schnaps, Wein (abgefüllt in 1,5Liter Cola-Flaschen 🙃, fermentiertem Gemüse, Sarma, Ajvar, Marmeladen, Brot und was weiss ich noch alles weiter in den Nationalpark Plitvicer Seen.
Boahhhh! Wie schön es da ist. Wir kamen gegen Abend den 24.03.2023 an und sind auf einen der vielen Parkplätze gefahren. Dort standen schon 3 Camper. Wir kamen gleich ins Gespräch und konnten dort kostenlos übernachten (weil Nebensaison vermute ich, denn die Parkplätze kosten in der Saison natürlich Geld). Die Wanderungen an den Wasserfällen entlang mit kleiner Bootstour dazwischen sind fantastisch. Die Landschaft ist irre. Wir waren drei Tage da. Am Sonntag – trotz Nebensaison – war es schon ziemlich voll. Ich will mir gar nicht ausmalen wie es im Juni, Juli oder August aussieht. Ich glaube, genießen kann man das mit den vielen Menschen dann nicht mehr so richtig.
Von den Plitvicer Seen fuhren wir auf die Insel Pag. Auch hier haben wir uns einen Campingplatz gebucht. Wir sind auf dem Camping Simuni gelandet. Das ist kein Campingplatz sondern ein Dorf. Rieeeeesig. Eigentlich nicht so unser Ding aber es waren nur wenige Wohnmobile da und wir konnten direkt am Meer parken. Auch hier gibt es einige Mountainbike Touren. Wir haben uns eine 22 km Tour ausgesucht. Wunderschön! Fast jede Tour auf Pag führt über die Road to Hell. Klingt fies – ist es auch. Sieht erstmal gar nicht so schlimm aus aber wenn man die 15% Steigung mal in Angriff genommen hat, scheint der Berg kein Ende zu nehmen. Egal, geschafft und man wird mit einer Talfahrt belohnt. Nur um dann nach 2 Kilometern wieder 12% hoch zu strampeln. Puhhhh aber geil.
Die Stadt Pag ist auch einen Ausflug wert. Richtig schöne kleine alte Stadt mit einem besonders schönen Stadtstrand. Leider ist im März tote Hose.
Am 29.03.2023 ging’s wieder weiter. Diesmal nach Zadar. Wir haben auf einem Stellplatz in der Stadt übernachtet – es gäbe auch ein paar große Parkplätze auf denen es wohl auch mit dem Schlafen klappt aber die sind alle recht laut. Zadar hat eine wunder-wunderschöne Altstadt durch die man den lieben langen Tag schlendern, Eis essen, Kaffee trinken und Essen gehen kann. Während wir durch Zadar schlenderten trudelte eine WhatsApp mit einem Tipp ein. Ihr müsst unbedingt auf die Insel Dugi (dugi otok – lange Insel). Angeblich die schönste Insel Kroatiens. Kurz überlegt und am nächsten Tag 12 Uhr die Fährt auf die Insel Dugi genommen. Nach 1h40min legten wir in Brbinj mit Hunger an. Nicht gut. Hunger ist bei uns Beiden gar nicht gut. Auf der Suche nach einer offenen Konoba – auch Dugi otok ist im März noch im Winterschlaf – sind wir schließlich in Zaglav fündig geworden. In der Konoba Roko wurden uns frisch gegrillte Calamari serviert. Und natürlich gab es Schnaps. Weiter ging es in den „größten Ort“ der Insel – Sali. Sehr hübsch aber wie leer gefegt.
Weiter zum Nationalpark im Süden der Insel und siehe da ein schöner Parkplatz – völlig verlassen und perfekt zum Schlafen. Bevor wir ins Bett gegangen sind haben wir uns durch die Dachluke die Sterne angeschaut und den Geräuschen der Nacht gelauscht. Es war eine gruselige aber auch schöne Totenstille.
Am nächsten Morgen sind wir dann zu einer Wanderung in den Nationalpark mit dem Ziel See aufgebrochen. Am Eingang stand ein Schild mit den Tieren des Parks, unter anderem Schlangen, Vögel etc.. Alles klar. Irgendwie hat es schon immer mal im Gebüsch geraschelt aber das tut es nun mal in der Natur. Nach einigen Kilometern haben wir dann das erste mal gesehen, was da so raschelt. Da schlängeln sich die dicken braunen Schlangen ins Gebüsch. Ja, richtig gehört. Davon haben wir so ca. 9 gesehen. Eine hat sich sogar aufgebäumt weil sie scheinbar nicht wusste wohin sie fliehen sollte und ein weiteres prächtiges Exemplar lag da seelenruhig neben dem Weg. Also ich war froh als wir durch den Wald wieder am breiten Weg zum Parkplatz angelangt waren. 🫣
Am Abend ging’s dann in den Norden der Insel. Ziel: ein türkisfarbener Sandstrand. Wir haben Benzo ganz schön durchs Gebüsch gejagt und haben ihn dann auch gefunden – den Strand. Türkisfarben ja, Sand ja aber leider sehr sehr viel Müll. Ich nehme an das wird erst aufgeräumt wenn die Saison beginnt. Schade. Egal, weiter gehts zum Leuchtturm der Insel bei dem wir dann auch einen Schlafplatz direkt auf dem Parkplatz davor und dem Meer gefunden haben. Dugi Otok ist wirklich bezaubernd, abwechslungsreich und sehr relaxed.
Nach drei Tagen haben wir wieder die Fähre nach Zadar genommen und sind zum nächsten Ziel – Bibinje / Sukosan gedüst. Auch der Jahreszeit geschuldet konnten wir auch hier auf einem Parkplatz direkt am Meer in der Marina freistehen und haben zwei Tage das Meer genossen – aber das Wasser ist immer noch zu kalt. Ich hab’s wieder getestet. 👆
Am 03.04. fuhren wir dann weiter und haben uns Biograd na Moru angeschaut. Dann sind wir auf einem Weingut in Dubrava kod Tisna gelandet. Es war sooo stürmisch, dass wir uns ein geschütztes Plätzchen suchen mussten. Unseren Benzo hat’s ganz schön durchgeschüttelt. Das Weingut Banovi Dvori (www.banovidvori.hr) hat einen super schönen Campingplatz auf dem man zwischen Olivenbäumen parkt, guten Wein, hervorragendes Olivenöl und es gibt im Restaurant nur die Spezialität Peka zu essen (Rindfleisch mit Kartoffeln und Karotten über dem offenen Feuern einer großen Pfanne gebraten). Am gleichen Abend parkte neben uns ein sehr nettes Paar aus Stuttgart mit denen wir dann einen wunderschönen Abend mit tollen Gesprächen hatten.
Die Zeit auf dem Campingplatz haben wir gleich mal für Wäsche waschen genutzt – Haushalt muss auch mal gemacht werden. 😜
Als sich der Sturm gelegt hat, sind wir wieder aufgebrochen und der Küste südwärts gefolgt. Auf dem Weg nach Sibenik haben wir Vodice und Srima besichtigt wobei uns Srima besonders gut gefallen hat. Die haben ganz lange Sandstrände. Das ist nicht immer so, denn in Kroatien hat man sehr oft Steine am Strand und dann braucht’s so komisch Schuhe zum ins Wasser gehen. 🤮
Angekommen in Sibenik haben wir uns erstmal bissl in der Stadt mit den kleinen Straßen verfahren und kamen ganz schön auf Grund der Enge der Straße und der Breite unseres Wohnmobils ins Schwitzen. Ende gut, alles gut. Wir haben einen großen Parkplatz gefunden und haben dann direkt die absolut traumhafte Stadt erkundet. Sibenik ist irre schön mit super kleinen Gassen, Kirchen, einer Burg, kleinen Cafés und Restaurants. Richtig süß.
Nach zwei Tagen fuhren wir am 06.04.2023 über Bilice – ein niedliches kleines Fischerdorf – in den Krka Nationalpark. Und wieder einmal hat uns Kroatien umgehauen. Der Nationalpark ist gigantisch schön. Man kann wandern, radeln und einfach sein. Nach einem Tag im Park ging es am Abend nach Knin (da haben wir auf dem Parkplatz des Sportplatzes sehr ruhig geschlafen) kurz vor der Bosnischen Grenze. Wir hatten einen Termin…
Alles in Allem haben wir uns ein bisschen in Kroatien verliebt. Die Landschaft, das saubere klare Meer, tolles Essen und wunderschöne Parks sowie Mountainbike-und Wander-Strecken. Alles, was unser Herz begehrt. 🥰