Unsere Überfahrt mit der Fähre der Fährgesellschaft FRS verlief reibungslos aber very bumpy. 🌊 Wir hatten ganz schön Seegang und speziell einer von uns war froh, als wir wieder festen Boder bzw. 4 Räder unter unserem Po hatten. Nachdem wir die Fähre verlassen haben, ging’s durch die Passkontrolle und dann durch den Autoscanner 😳. Wird ja wohl keiner unsere paar Fläschchen Wein bemerken. Wir hatten Glück und durften nach einer guten Stunde in Marokko einreisen. Da wir in Tanger Med ankamen und erstmal bissl fahren wollten, sollte unser erstes Ziel Chefchaouen sein – die blaue Stadt. Und man glaubt es kaum aber wir hatten Dauerregen. In Marokko. Das macht das Autofahren gleich noch spannender. 🤪 Die Straßen sind am Anfang richtig super aber dann auf einmal ist die kaputt und man wird über eine Rumpelpiste umgeleitet. Macht uns ja nicht so viel aber anderen schon und auf einmal entsteht Chaos weil einfach jeder irgendwo lang fährt. Kreuz und quer. Im Schlamm weil ja Regen. Für die 110 km brauchen wir 2,5 Stunden. Das müssen wir uns gleich mal merken – mal eben schnell von A nach B fahren fällt aus. Hier dauert alles etwas länger und das wird sicher nicht besser, weil irgendwann gibt es keine Straßen mehr. Wir sind dann gegen 6 in Chefchaouen auf dem einzigen Campingplatz der Stadt angekommen und sind früh ins Betti. Regnet ja eh…
Am nächsten Morgen gleiches Wetterbild – Dauerregen. Nicht so dolle wie wir das kennen sondern eher so Dauernieselregen. Trotzdem doof aber die Marokkaner freuen sich denn es ist sonst ja sehr trocken. Also freuen wir uns mit ihnen. Ist wirklich wichtig fürs Land. Also ziehen wir uns unsere praktischen Regenjacken an und laufen in die Stadt. Der Weg führt vom Campingplatz über den Kreisverkehr dann durch eine Art Park den Berg runter in die Stadt. Im Park sind auch ein paar Gräber – sieht fast aus wie ein kleiner Friedhof. Er endet abrupt und dann gehts durch eine Art kleines Tor – eher eine Tür ohne Türblatt – direkt ins Städtchen. Und auf einmal ist alles blau. Heisst ja auch die blaue Stadt. Es geht durch verwinkelte Gässchen immer weiter den Berg runter bis zum Hauptplatz an dem auch ein Restaurant am anderen liegt. Richtig süß der Ort. Und gut, dass es Internet gibt denn die Händler in den Straßen sind oft so vertieft in YouTube, Instagram und co das sie fast vergessen einen anzusprechen. Sehr entspannt. Am Platz angekommen schleicht sich auch direkt ein Hüngerchen ein – wer hätt’s gedacht.🙃 Nach ein bisschen google Recherche gehen wir ins „Bilmos“ und landen gleich einen Volltreffer. Richtig, richtig leckeres Essen. Hat’s gleich mal auf die „Taste of Europe“ Liste geschafft. Da es immer noch regnet, beschließen wir direkt wieder „nach hause“ zu gehen und es uns im Django gemütlich zu machen. Aber vorher müssen wir noch in den kleinen Laden im Ort und Hundefutter kaufen. Denn in dem Friedhofpark wohnt eine große Hundefamilie mit vielen Hundebabys die ziemlich hungrig aussahen.😱 Also haben wir 1kg Hundefutter besorgt und erstmal alle gefüttert. Die Armen sind so eingeschüchtert, dass sie immer auf Abstand bleiben. Es paar der kleinen Babys sind mutig und lassen sich ein bisschen streicheln. Den Tag lassen wir gechillt ausklingen. Am nächsten Tag – man glaubt es kaum – lässt der Regen etwas nach und es sieht ein wenig freundlicher aus so dass wir uns wieder auf ins Städtchen machen. Dieses mal laufen wir eine große Runde und schauen uns auch außerhalb der blauen Touristenzone alles an. Man ist aber in gut einer Stunde durch. Nach so einem langen Marsch muss man sich natürlich stärken und das geht am besten im Bilmos. 🤣Eigentlich probieren wir gerne Neues aber wenn was so gut war, dann bleiben wir dem auch gerne mal treu. Der Inhaber freut sich uns wiederzusehen. Danach brechen wir wieder auf zum Lädchen und kaufen mehr Hundefutter weil wir gestern auf dem Heimweg kurz vor unserem Campingplatz eine weitere Hundefamilie mit Babys entdeckt haben. Also wieder alle gefüttert und ab heim. Am darauffolgenden Tag wollten wir weiter fahren. Aber natürlich nicht ohne die Hundefamilien nochmal zu füttern und dabei kann man auch ja noch kurz was im Bilmos essen. Hihi Wir fühlen uns schon ein wenig heimisch. Wieder am Campingplatz angekommen haben sich neue Nachbarn zu uns gesellt. Aus Stuttgart. Da schlägt Toni’s Schwabenherz gleich höher und es wird erstmal bissl geratscht. Dann doch noch mal kurz die Stühle rausgeholt weil es so viel zu erzählen gibt. Am Ende sind wir einfach noch eine Nacht geblieben, haben zusammen Spaghetti gekocht, einen „Kessler“ 🍾vernichtet und hatten einen richtig schönen Abend. Super nett die Vier. Am vierten Tag haben wir dann aber endlich ausgecheckt und die Reise verlief weiter nach Süden. Vorbei an grünen Wäldern und Hügeln. So gar nicht wie wir uns das vorgestellt haben aber wunderschön. Die Ortschaften die wir passieren sind alle samt klein und bäuerlich. Hier fühlt man sich wie in der Zeit zurück versetzt, wie in einem anderen Leben. Unsere Kultur unterscheidet sich sehr von dem Leben welches die Marokkaner in den Dörfern leben.
Unser nächstes Ziel ist Fes. Nach Casablanca die zweitgrößte Stadt Marokkos. Wir übernachten auf einem Campingplatz mit einer nicht soo guten Bewertung aus Mangel an Alternativen aber auf den ersten Blick macht er eigentlich einen guten Eindruck – Camping Diamond Vert. Der Platz ist richtig nett. Man steht zwischen Bäumen, es gibt zwar in die Jahre gekommene aber saubere und warme Duschen und ein Restaurant. Was will man mehr. Am nächsten Tag lesen wir an der Rezeption, dass es einen Laundry Service gibt. Juhuuuuu was gibt es denn bitte schön Besseres. Also Betten abgezogen und zusammen mit der ganzen restlichen Wäsche abgegeben (2 riesige Wäschesäcke voll). Dann mit dem Taxi in die ca. 8km entfernte Medina. Die Medina – also alte Stadt – von Fes ist sehr verwinkelt und es gibt selbst in der Medina noch einen alten Teil. Wir haben uns ein bisschen eingelesen – also ich – und beschlossen, einen Stadtführer zu buchen. Die städtischen Führer sind registriert, haben einen Ausweis und feste Preise. Unserer – etwas in die Jahre gekommen aber sehr nett – zeigt uns also für die nächsten 2-3 Stunden die Stadt. Boahhh die kleinen Gassen durch die er uns lotst hätten wir wahrscheinlich nie gefunden. Er zeigt uns viele Sehenswürdigkeiten und erklärt uns unheimlich interessante Dinge über das Leben hier. Natürlich – aber das wussten wir – führt er uns auch zu dem ein oder anderen Shop bei dem man was kaufen kann. Das ist mit mir natürlich nicht ganz ungefährlich weil ich mich gerne einlullen lasse und dann tun mir die Menschen leid und so weiter und so fort. Aber ich bleibe tapfer und kaufe ein Tuch, Kaktusöl (hochwirksames natürliches anti aging (ahhh, natürlich, eh klar)) und Safran. Mega sehenswert sind die Gerbereien, bei denen das Leder wirklich noch mit Hand und natürlichen Mitteln wie Safran, Indigo und co. gegerbt wird. Es stinkt wie die Hölle deshalb bekommen wir eine handvoll Minzeblätter in die man atmen kann. Ich war noch nie so dankbar für Minzeblätter.
Die Tour hat sich richtig gelohnt und wir haben sehr viel erfahren. Jetzt aber gehts erstmal was Essen. Wir entdecken ein tolles Restaurant und düsen am Ende des Tages mit dem Taxi wieder auf unseren Campingplatz. Zu unserer Überraschung hatten bisher alle Taxis ein Tachometer und es ist richtig billig. Für die 8 km braucht man ca. 25 Minuten und es kostet zwischen 3 und 3,50 €. Wir nehmen die kleinen roten Taxis – da muss man wissen, dass die auch gerne noch zusätzlich Einheimische mitnehmen und man fährt evtl. einen kleinen Umweg. Stört uns gar nicht.
Am Campingplatz angekommen holen wir unsere frische Wäsche ab und haben – mal wieder – richtig nette Nachbarn aus Italien und zufällig fast aus dem Nachbarort in dem Tonis Familie lebt – Carlo und seine Frau mit Schäferhündin. Ein großes Hallo und viel Text folgen. Ich leg dann mal die Wäsche alleine zusammen.
Wir bleiben einen weiteren Tag in Fes und düsen auch am darauffolgenden Tag nochmal in die City. Am Tag drauf reisen wir ab. Es geht weiter südlich. Unser Ziel ist ja die Wüste.
Bis zur Wüste schaffen wir aber nicht an einem Tag. Außerdem wollen wir uns unterwegs noch den Nationalpark „ifrane“ und das Ziz Valley anschauen. Beides mega schön. Im Nationalpark Ifrane gibt es nicht sooo viel zu sehen außer eine wunderschöne grüne Waldlandschaft mit herrlichen Nadelbäumen und die viele Affen die wir dann auch gleich mal füttern dürfen. Die sind richtig frech, reißen dir das Futter regelrecht aus der Hand und schauen dir dabei in die Augen. Ein echt cooles Erlebnis.
Das Ziz Valley hingegen wird dann langsam kahl (man ahnt die Wüste schon) und die Erde färbt sich leicht rötlich. Wir cruisen über gewundene Straßen und Pässe und bestaunen die tolle Landschaft. Unterwegs entdecken wir einen netten Campingplatz auf dem wir eine sehr ruhige Nacht verbringen. Von da gibt es auch eine Wanderung und die machen wir natürlich am nächsten Tag. Und weil es so herrlich hier ist, bleiben wir einfach noch ne Nacht. Dann – am 19.02.2024 – gehts endlich in die Wüste.
Wir starten im Ziz Valley und schon hier fallen uns die vielen Renault 4 aus Frankreich auf – kunterbunt mit Nummern und Logos. Hier scheint es eine Art Rallye zu geben und siehe da wir sind mitten in der 4L Trophy. Diese geht 6.000 km von Frankreich nach Marrakesh.
Soo cool die vielen bunten Autos. Ganz oft junge Leute (wie das klingt – als wären wir alt🤣). Jedenfalls fahren die teils Straßen und teils Pisten und ca. 30 km vor Merzouga – unserem Ziel in der Wüste – verläuft deren Route querfeldein über Piste und Sand. Kurz nachgefragt, ob wir da auch lang fahren dürfen (ist ja alles für die Ralley gekennzeichnet und es stehen überall Streckenposten). Wir dürfen. Also haben wir uns kurzerhand unter die bunte Gesellschaft gemischt und sind mit Django und allen anderen querfeldein über die Piste gebrettert. Saugeil. Wir wurden auch direkt mit bejubelt. In Merzouga angekommen, fährt man durch den Ort und dann durch ein großes Tor uns steht praktisch vor der Erg Chebbi – die große Dünenlandschaft. WOWWW! Wir sind da.
Wir schauen uns den bekanntesten Campingplatz La Gazelle Bleue an (hier sehen wir eine bekannte Gesichter aus Fes, Ziz Valley etc.) entscheiden uns aber für den anderen Campingplatz Les Pyramides weil der wirklich direkt vor einer der großen Dünen der Erg Chebbi liegt und man im Sand steht. Was so romantisch klingt ist natürlich für die Sauberkeit des Vans der Horror😱. Der Dyson leistet Ganze Arbeit. Aber egal. Wir übersehen einfach den Sandfilm, der sich so langsam überall im Auto bildet. Es ist später Nachmittag, wir essen was und da der Sonnenuntergang naht, marschieren wir die 1 km zur großen Düne und kraxeln dann die 150 Höhenmeter hoch. Sooooo schön sag ich Euch. Der Weg durch den Sand, die Farben, die Luft, dann zieht eine Caravane an einem vorbei. Wie in 1001 Nacht. Der Aufstieg zur hohen Düne ist ganz schön anstrengend. Ein Schritt hoch und einen halben rutscht man zurück aber es ist jede Schweißperle wert. Der Ausblick ist einfach unbeschreiblich. Die Wüste ist magisch und einzigartig. Wir bestaunen das Naturschauspiel und den Sonnenuntergang und rennen dann wie kleine Kinder in der Mitte der Düne einfach den Berg runter. Machen auf halber Strecke halt, setzen uns in den warmen Sand und können immer noch nicht fassen, dass wir hier sind. Kann uns mal jemand kneifen.
Nach einer ruhigen Nacht (außer Max der Platzhund – der ist etwas nachtaktiv) machen wir uns am nächsten Tag auf ins Städtchen – mehr ist es auch nicht. Wir haben Hunger. Auf der Suche nach einem Restaurant schauen wir uns den Ort genauer an. Es gibt eine Hauptstraße und zwei Straßen mit Restaurants, Shops und Touranbietern. Thats it. Wir finden ein Restaurant mit Namen Moreno und sind die ersten Gäste. Moreno – der eigentlich Mohamed heisst (kriegen wir später durch seinen Freund Ali raus) ist ein sehr lustiger Zeitgenosse, der uns ein herrliches Essen zaubert. Mit Genauigkeit hat er’s nicht so denn wir haben irgendwie was anderes bekommen als bestellt und wenn er was nicht hat, überhört er einfach die Bestellung aber trotzdem ein feiner Kerl bei dem man hervorragend isst. „Moreno“ macht uns mit besagtem Kumpel Ali bekannt, der gutes Deutsch, Englisch und sogar etwas Italienisch spricht. Natürlich bietet er Touren mit dem Jeep durch die Wüste an. Wir finden ihn so nett, dass wir zwei Stunden später in seinem Jeep hocken. Er zeigt uns das Fahrzeugmuseum von Merzouga in dem echt coole Karren stehen, bringt uns in ein Berber-Dorf, ein Nomadendorf und lässt uns ein wenig an deren Leben teilhaben. Das ist schon ein echter Kulturschock. Die Nomaden leben in aus Teppichen und Stofffetzen zusammen gebauten Zelten, schlafen auf Decken auf dem Boden und haben weder fließend Wasser noch einen Kühlschrank. Das heisst, dass alles getrocknet wird – überall hängt getrocknetes Fleisch, Hülsenfrüchte und was man sonst noch so trocknen kann. Wasser wird mit großen 5-10 Liter Wasserkanistern aus Brunnen hergeschleppt. Puhhhh. Da wird einem mal wieder bewusst wie privilegiert wir sind. Und wie banal unsere Probleme sind.
Zum nächsten krassen Erlebnis bringt uns Ali anschließend – in eine Quarz- und Kajalmine. Richtig gelesen. In der Sahara werden Quarz und Kajal abgebaut. Aber unter welchen Bedingungen. Übel. Die Männer arbeiten mit einfachsten Werkzeugen und machen alles händisch. Sie schlafen tagelang entweder im Zelt neben der Mine oder – im Sommer wenn es bullenheiß wird in Höhlen in der Erde. Wenn sie dann etwas Geld verdient haben (nach ein paar Tagen) werden sie bezahlt und gehen zu ihren Familien und kommen wieder wenn das Geld aufgebraucht ist. Die Franzosen haben sich die Rechte an der Ausbeute der Quarzmine bis 2050 gesichert. Deshalb geht die Arbeit in der Quarzmine logischerweise sehr sehr langsam von statten – so ALi. Verständlich wenn alles Quarz dann einfach an die Franzosen übergeben werden muss. Und in der Kajalmine schaut’s nicht anders aus. Die Arbeit ist körperlich schwer und kräftezehrend. In jedem Drogeriemarkt liegend dutzende davon rum und es ist ein günstiges teilweise Wegwerfprodukt. Schlimm. Ich werde auf jeden Fall in Zukunft sehr achtsam mit meinem Kajalstift umgehen und dabei immer an die hart arbeitenden Männer denken.
Am Ende unserer wirklich interessanten Tour heizen wir durch die Dünen (na wessen Herz schlägt da gleich viel höher 🙋♂️) noch in eine Kooperative – ein Geschäft, in dem die Berber und Nomaden ihre Produkte ausstellen und verkaufen. Davon leben sie. Es gibt Tücher, Teppiche, Schmuck, Deko und so weiter. Und natürlich kaufen wir einen tollen roten Teppich. Für unseren Django.
Wir erzählen Ali, dass wir noch eine Wüstentour mit so einem Buggy machen möchten. Also Toni möchte das. Und natürlich kennt Ali den richtigen Anbieter (eh klar) und vermittelt uns für den kommenden Tag 13 Uhr einen Guide. Ratzfatz vergeht der Rest des Tages und wir stehen vor unserem Buggy. Sieht ganz schön schnell aus das Teil. Mit Überrollbügel – das heisst nichts Gutes. Ich mach ja wirklich jeden Scheiss mit aber bei Geschwindigkeit bin ich ein echter Schisser. Die Einweisung in den Buggy dauert ca. 11 Sekunden, Helme auf, Gurte dran und schon gehts los. Uiii das war quick. Eine Stunde rasen wir hinter dem Guide (der fährt ein Quad) her. Einmal wären wir fast einen Berg runtergerutscht – war die Kurve bissl sehr eng und das zweite mal sind wir stecken geblieben. Hatten bissl viel Luft in den Reifen. Hat der Kollege dann abgelassen und siehe da, ging gleich viel besser. Hat Spaß gemacht aber so in Schieflage fahren ist und bleibt nicht so mein Ding. Toni hat den Rest des Tages gegrinst und war happy 🤩 . Na bitte.
Nach 4 Tagen Wüste ging es dann für uns Richtung Landesinnere. Auf dem Plan standen die Todra (Todgha Borges)und die Dades Schlucht im Atlasgebirge. Auf dem Weg dorthin hat uns doch tatsächlich die Polizei wegen zu schnell fahren angehalten. Haben die mit der Laserpistole aufgenommen. 400 Dirham ärmer durften wir dann wieder weiter fahren. Abzocke – haben wir später erfahren. Fast hätte noch Tonis Sonnenbrille dran glauben müssen denn die haben sie genau inspiziert. 😳
Der Weg ist recht eintönig aber ab Tinghir wird’s dann cool. Tinghir ist eine Stadt mit einer Oasenlandschaft entlang des Flusses Quad Todgha. Wenn man Tinghir hinter sich lässt fährt man in die Berge und das schaut schon schön aus aber wenn man dann in die Kurve biegt und die Todra Schlucht vor sich hat, bleibt einem schon mal die Spucke weg. Halleluja schaut das geil aus. Der besagte Fluss hat die Todra Schlucht auf seinem Weg nach Süden in die letzten Gebirgsketten des hohen Atlas eingeschnitten. Man ist hier auf ca. 1400 Metern über dem Meeresspiegel und die Steilwände ragen bis zu 300 Meter in die Höhe. Beeindruckend. Wir übernachten am Parkplatz am Ende der Schlucht. Ganz schön cool weil wir nachts den beleuchteten Eingang der Schlucht aus unserem Bett sehen können.
Nach einer sehr stürmischen Nacht machen wir uns am nächsten Tag auf den Weg zur 4-stündigen Wanderung um den Canyon. Der ziemlich coole Wanderweg führt uns bis auf 2061 Metern über dem Meeresspiegel. Unterwegs lernen wir ein marokkanisches Paar kennen, die in Luxemburg leben sowie eine Frau aus Lettland. Wir haben uns zu einer kleinen lustigen Wandergruppe geformt und hatten richtig viel Spaß. Vor allem haben wir durch Ahmed viel über das Land gelernt. Wir passierten ein Berberdorf und durften dank Ahmed’s Sprachkenntnissen einen Blick in die „Wohnung“ werfen. Das kleine Dorf bestand aus ca. 4 Höhlen die in die Erde gebuddlt wurden. Jeden Tag ziehen die Frauen mit Eseln und leeren Plastikkanistern ins Tal um Wasser in das kleine Dorf zu schleppen. Was für ein anderes Leben die Menschen hier führen. Für mich sehr hart und unvorstellbar. Aber wir haben uns auch mit einer Frau unterhalten, die uns erzählte, dass für die Berber jeden Tag 8 Stunden am Schreibtisch ebenso unvorstellbar und hart ist. So ist das Leben, jeder sieht es aus seiner Perspektive.
Wir bleiben noch einen Tag in der Todra Schlucht weil die Energie hier so ruhig und entspannt ist. Am nächsten Tag gehts Richtung Norden in die parallel verlaufendes Dades Schlucht. Diese kann man entweder per Teerstraße oder über einen Offroad Track erreichen. Ratet was wir wählen.😎 Genau Den Offroad Track. Ca. 25 km queren wir das Land auf Schotterpisten. Richtig coole Strecke. Unterwegs lassen wir einen Stausee rechts liegen – leer. Das ist schon echt übel dieses Jahr hier in Marokko. Es hat im Winter kaum geschneit so dass das Wasser aus den Bergen fehlt und der Regen blieb auch oft aus. Nicht gut. Die Dades Schlucht ist ebenso beeindruckend wenn nicht so gar landschaftlich noch schöner als die Todra. Am Ende der Dates Schlucht warten ein paar sehr enge und steile Kurven und schon ist man fast wieder auf der Hauptroute Richtung Quazazarte – unser nächstes Ziel. In Quazazarte müssen wir Geld tauschen und es gibt einen großen Carrefour. Hier hoffen wir auf ein paar europäische Lebensmittel. Und wir werden fündig: Parmesan, Scarmoza, Mandelmuß und lauter Leckereien. Jipiiii. Ist alles arschteuer aber egal. Dafür ist der Rest in Marokko wirklich sehr günstig. 🥳
In Quazazarte haben wir eine Campingplatz-Empfehlung und da verbringen wir die Nacht, essen hervorragend und trinken unsere erste Flasche Rotwein seit Wochen 🍷. Merken wir auch 🤪
Am nächsten Tag gehts nach Ait Ben Haddou – dem Drehort für viele Filme wie Prinz von Persien, Gladiator, Cleopatra und viele mehr. Ein richtig cooler Ort – eine Art Gipfel an den Lehmhäuser mit schmalen Gassen gebaut wurden. Ziemlich als und sehr touristisch. Zum Glück waren wir recht früh am Tag so konnten wir die Gassen und die Aussicht vom höchsten Punkt in Ruhe genießen. In einer kleinen Hütte gab es noch eine leckerer Berber-Pizza von einer Mutti am offenen Feuer und beim Verlassen der Stadt kamen uns Hunderte von Menschen die aus diversen Reisebussen gespuckt worden. Glück gehabt. Mit vollem Magen starten wir dann Richtung Marrakesch. Wir möchten irgendwo vor Marrakesch übernachten. Mal schauen. Es gibt mehrere Routen und wir nehmen den Weg über die kleinen Straßen durch Dörfer, wunderschöne Landschaften und geschwungene (sehr schmale ) Straßen. Richtig toll. An einer Salzmine stoppen wir weil der Weg dahin ein wenig Offroad-Spaß verspricht. Und auch hält. Die Mine wird von nur sehr wenigen Arbeitern betrieben und hier wird sehr feines Salz gewonnen. Die Farben in den Bergen vor der Salzmine sind unbeschreiblich – braune Lehmfarbe, grünlich-mineralische Farben und rosé sowie die weißen Salzreste. Beeindruckend.
Weiter gehts bis auf Passhöhe von 2261 Meter und wieder den Berg runter. Leider finden wir irgendwie keinen schönen Platz zum Schlafen und beschlieen einfach doch gleich nach Marrakesch zu fahren.
Guter Plan, schlechte Ausführung da wir einfach den Weg ins Navi eingegeben haben ohne nochmal nachzuschauen wie die Route uns führt und schon passieren wir ein relativ schmales und niedrigen Tor und stehen fast in der Medina. Ohhhhhhhh nooooo. Natürlich kommt gleich einer mit einem Moped und lotst uns zu einem großen Parkplatz sehr Nahe der Medina. Nicht der Platz den wir uns ausgesucht hatten aber Luftlinie nur 300 Meter entfernt allerdings an einer goßen Straße. Egal. Hier stehen wir gut und dackeln gleich mal ins quirlige Marrakesch. Huiiii, das ist mal ein Kulturschock. Von der Ruhe der Todra Schlucht ins Getümmel Marrakeschs. Aber nach viel Natur lieben wir’s wenn mal wieder städtisch wird und so genießen wir den Abendspaziergang durch die Stadt. Natürlich nicht ohne tausend mal angequatscht zu werden. Das gehört hier einfach dazu. Man will uns Essen verkaufen, Ich muss für ein Bild mit Schlangen bezahlen und werde hundert mal gefragt ob ich frisch gepressten Saft haben will. Nein, heute nicht. Eher „una copa de vino tinto“ aber den gibts natürlich nicht. 🤣
Den Tag lassen wir ausklingen und schlafen – trotz des Lärms der Straße – ziemlich gut. Eigentlich wollen wir Umparken und uns auf den eigentlich Stellplatz parken aber irgendwie haben wir keine Lust rumzufahren und starten unsere sightseeing tour. Wir schauen uns Moscheen, Paläste und die alten Gräber an. Da müssen wir ziemlich lange anstehen und lernen zwei deutsche Pärchen aus Köln kennen Wir haben eine unfassbar lustige Wartezeit und sind im Nachhinein froh, dass es nicht schneller ging. So tolle Menschen. Der Tag geht mal wieder vorbei wie im Flug und wir haben… na was wohl… Hunger. 😮 Ich checke meine Liste mit coolen Bars und Restaurants (davon gibts jede Menge) und wir landen im hippen „dardar“. Von außen sehen die Restaurants und Riads hier alle sehr unscheinbar aus aber nach einem Weg – meistens durch enge aber schon sehr stylische Treppen – eröffnen sich Paradiese. Das „dardar“ ist so eins. Eine wunderschöne Dachterrasse auf der wir leider keinen Platz bekommen aber dafür im Stockwerk drunter mit einer riesigen offenen Fensterfront, herrlicher Deko und fantastischem Essen. Hach! Wie schön. Am Abend checken wir mal wieder den eigentlich Stellplatz aber der ist voll. Dafür lernen wir ein Pärchen aus Thüringen kennen und unterhalten uns super. Am nächsten Tag parken wir dann doch noch auf den Stellplatz um und spazieren wieder in die Stadt, schauen uns noch ein paar Sehenswürdigkeiten an, schlendern durch die Souks und genießen die wundervolle Stadt. Und probieren ein anderes cooles Restaurant – da L’amida. Auch toll. Am Abend verabreden wir uns dann mit unseren Thüringer Freunden, finden eine coole Bar in einem Riad und trinken unseren ersten Gin Tonic in Marokko. Viele erste Male in diesem tollen Land. 🙃 Nach einem weiteren Gin Tonic in Nicole und Andre’s coolem offroad- Iveco und viel Text gehen wir gegen 2 schlafen. Hier ist es doch wesentlich ruhiger als an unserer befahrenen Straße – keine große Überraschung aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen. Am nächsten Morgen streunen wir nochmal durch die Souks auf der Suche nach einer Schuh-Lager-Lösung im Auto und werden fündig. Frühstück gibts auch nochmal in einem weiteren Location-Highlight – dem Kabana. Sensationelles Shakshuka und Hammer-Trüffelsandwich. Also die Locations ins Marrakesch sind echt der Hammer und wer auf schöne Einrichtung und coole Restaurants und Bars steht, der ist hier genau richtig. So langsam reißen wir uns von Marrakesch City los und wollen ein paar Tage Ruhe und Entspannung etwas außerhalb auf einem Campingplatz mit allem pipapo. Im Le Relais ca. 12 km nördlich von Marrakesch sitzen wir gerade mit einem frisch gepressten O-Saft am Pool, Musik dröhnt aus den Boxen und ich lasse alles nochmal Revue passieren und bringe es zu Papier ähhh haue es in die Tasten. Hier lernen wir auch super leibe Menschen kennen und werden köstlich italienisch bekocht.
Zu Beginn war Marokko sehr fremd, anders, schmutziger aber so langsam lernen wir das Land lieben und freuen uns auf alles was noch kommt. Übrigens gibt es auf dem Campingplatz einen Mechaniker, einen Lackierer, einen Schneider und so weiter. Richtig cool. Jeder 3. Camper lässt sich hier irgendwelche Sitze beziehen oder was am Auto reparieren oder wie wir einen Outdoorteppich nähen. Geiles Konzept. Gefällt uns. Morgen gehts dann endlich Richtung Meer. Wir möchten uns die Hippiestadt Essaouira anschauen, endlich Fisch essen und dann südlich den Atlantik bis zum Plage Blanche in der Westsahara fahren. Von dort gibts wohl einen offroad Track am Strand entlang. Mal schauen. Ich berichte natürlich.
Essaouira ist eine richtige coole Stadt. Ein Surf-Spot mit coolen Beach Clubs, ewig langem Strand und richtig schöner alter Medina. Von Allem etwas. Das Einzige, was wir sehr schade finden ist, dass man mit dem Camper nirgens übernachten darf. Es gibt keinen Campingplatz nur Parkplätze am Strand auf denen übernachten eigentlich verboten ist. Laut Schild. Es stehen aber trotzdem ein paar Mutige über Nacht. Wir natürlich auch. Stört auch keinen und niemand beschwert sich. Am ersten Tag haben wir uns Strand und Beach Bar genauer angeschaut 😎 und am nächsten Tag waren wir in der wunderschönen Medina. Hier kann man ewig durch die kleinen Gassen schlendern und allerhand Dinge kaufen. Natürlich kaufe ich nichts. Wirklich! Wir essen hervorragenden Fisch am Hafen und am Nachmittag gibts noch Tee und Kuchen in einem hippen Café. Eine zweite Nacht wollten wir nicht verboten parken und fahren ins 9 km südliche Side Kaouki. Hier parken wir direkt am Strand und dackeln gleich mal ins Strand-Restaurant nebenan da Hunger. Und wen treffen wir hier wieder… Gino und Manu – unsere zwei Motorradreisende aus Italien. Sie gesellen sich zu uns und wir haben einen netten Abend. Habe ich schon von den Beiden berichtet? Nee oder? Gino und Manu kommen aus Venedig und sind seit – ACHTUNG – 12 Jahren auf Reisen. Mit Motorrädern. Gino ist 67 Jahre alt aber verschmitzt und witzig wie ein junger Kerl. Herrlich. Die Beiden haben schon die ganze Welt bereist und dementsprechend viel zu erzählen und viel Inspiration für uns in petto. Wir schlafen mit dem Wellenrauschen des Atlantik ein und am nächsten Tag gibt es erst einmal einen sehr sehr langen Strandspaziergang. Der Strand ist fantastisch. Ab und an mal kreuzt ein Kamel oder Pferd unseren Weg, ein Hund läuft ein paar Meter mit oder eine Truppe Quads heizt über den Sand. Marokko ist wahrlich „the land of the free“. Hier geht alles – außer in Essaouira mit dem Camper legal übernachten 🤣
Viel mehr gibt es nicht zu entdecken so dass wir nach einer leckeren selbstgemachte Artischocken-Zitronenpasta a la Aline weiter Richtung Süden düsen. Unsere nächstes Ziel heisst Imsouane und das haben uns Timo und Greta aus Stuttgart empfohlen.
Der Weg dorthin verläuft wunderschön aber recht abenteuerlich weil keine Leitplanke an Klippen am Meer entlang. Imsouane ist ein kleines aber richtig cooles Surfer-Dorf. Angekommen, geparkt und wer hüpft da wild im Gebüsch vor uns rum? Eine Hunde-Mama mit 6 Hundebabys. Ich flipp aus…. Sooo süß die Kleinen. Das wars dann für den Tag. Den Rest verbringen wir mit ein paar Anderen vor unserem Camper und beobachten, streicheln und schmusen mit Hundebabys. Wir kommen mit vielen Passanten ins Gespräch und bekommen gleich ein paar Essenstipps. Als der große Hunger kommt, laufen wir die paar Meter ins Dorf und essen in einem kleinen Restaurant sehr gut. In Imsouane darf man eigentlich überall parken. Ein „Parkwächter“ passt hier auf und möchte dafür 20 Dirham pro Nacht – also 2€. Das ist mehr als fair denn wir stehen direkt am Meer. Eigentlich wollen wir weiter nach Taghazout – ein anderer Surfer-Spot und angeblich cooler Ort weil da schon Jimi Hendrix war. Sagt man. Aber wir können uns einfach nicht von den kleinen Babys losreißen und um einen weiteren Grund zum Bleiben zu haben, geh ich mal in die Surfschule und buche mit für den nächsten Vormittag zwei Surfstunden. Das Olo Surfhouse ist ein cooles Hotel mit einer sehr hippen Bar / Restaurant sowie Surfschule und Verleih. Also verbringen wir einen weiteren Tag mit chillen, aufs Meer schauen und Babys streicheln und füttern. Die kleine Familie ist uns schon richtig ans Herz gewachsen. Gefährlich gefährlich sag ich Euch. Mein Surfkurs am nächsten Tag ist sooooo cool. Ich habe einen richtig guten Surflehrer und die Wellen sind einfach nur perfekt so dass es gleich ziemlich gut funzt. (Ich hatte schon mal in San Diego einen Surf-Urlaub aber das ist viele Monde her). Mit einer übers ganze Gesicht grinsenden Aline genehmigen wir uns im Olo Restaurant noch ein paar Burritos und frisch gepressten Saft und düsen dann weiter nach Taghazout.
Und da sind wir und mögen es. Auch wenn für Toni’s Geschmack zu viel healthy food serviert, überall Yoga angeboten wird 🧘 und die ganzen Münchner Mädels mit ihren Birkenstocks zur Surfschule rennen oder mit Mac Book unterm Arm von Café zu Café huschen 😜. Hier sind extrem viele Deutsche. So viel geballte deutsche Sprache haben wir schon lange nicht mehr zu hören bekommen. Der überwiegende Teil der Touristen in Marokko ist französisch. Klar, wegen der Sprache. Wir schlendern durchs Städtchen und essen ziemlich gut in einem der healthy Restaurants. Wer hat das wohl ausgesucht 🤷♀️ Übernachten kann man hier auf einem Parkplatz direkt im Ort. Auch hier gibt es wieder einen „Parkwächter“ der 20 Dirham kassiert aber dann nicht mehr gesehen wurde. Ist ja auch wurscht. Leider schlafen wir gar nicht gut weil es einfach unfassbar viel Hunde auf dem Parkplatz gibt und die bellen die ganz Nacht durch. Puhhhh. Außerdem müssen wir Wäsche waschen also machen wir uns auf ins nächste Örtchen nur 5 min südlich – Tamraght. Hier gibt es einen riesigen Campingplatz mit allem pipapo. Wir checken ein und finden es furchtbar. Parzelle an Parzelle mit Gartenzäunchen und so weiter. Wrgggggg 🤮 Nach unseren wunderschönen Freistehplätzen mit Blick aufs Meer ist das ein ziemliches Kontrastprogramm. Egal. Wir packen Stühlen raus und ziehen die Wäscheleinen über unsere Parzelle. Eine große Wäsche später hängt um uns rum alles voll. Es ist brutal windig aber dafür trocknet die Wäsche ziemlich schnell und am Abend ist alles frisch zusammengelegt im Schrank. Eigentlich wollten wir hier ein bisschen bleiben aber wir finden es furchtbar und checken am nächsten Morgen aus, fahren eine Straße weiter Richtung Meer und parken da auf einem Parkplatz ziemlich nach am Strand. Herrlich. Mit Blick aufs Meer und keine prüfenden Blicke. Tamraght ist auch super süß. Kleiner als Taghazout aber mit genau so vielen Restaurant die Smoothies und lauter gesunde Sachen anbieten. Happy me. Für den Nächten Tag buche ich mir wieder einen Surfkurs. Wir haben die Visitenkarte von „letssurfmarokko“ in einem Shop bekommen und gebucht wird hier per whats app. Alles ziemlich unkompliziert. Da wir für den Tag nichts mehr geplant haben, fahren wir mit Django ins 20 km entfernte Agadir. Agadir ist eine reine Wohn- und Touristenstadt. Es gibt eigentlich nicht viel zu sehen außer Hotel an Hotel. Wir streunen ein wenig durch die Straßen und entdecken ein sehr hübsches Sushi Restaurant. Nach einem kurzen Check der Bewertungen bei google sitzen wir schon drin und genießen feines Sushi, Dumplings und Curry. Wirklich sehr sehr gut und mal was Anderes. Gegen Abend gehts nach wieder zu unserer Base – also unserem Parkplatz am Strand im Tamraght. So langsam fühlen wir uns hier in dem Eck richtig heimisch. Mein Surfkurs am Morgen des 10.03.2024 war auch wieder richtig cool und ich hatte irre Spaß. Allerdings ist der Atlantik echt kalt. Ziemlich durchgefroren hab ich mich dann auf eine heiße Dusche in unserem Django gefreut. Heute – also am 10.03.2024 – ist unser 1. Hochzeitstag. ❤️ Am Nachmittag suchen wir uns ein Restaurant für den Abend und entdecken das Fairmont Hotel in dem es gleich mehrere todschicke Etablissement zur Auswahl gibt. Wir entscheiden uns für die Tapas- und Weinbar. Wein gab es echt schon lange nicht mehr. Am Nachmittag sind wir ins 30 km entfernte Paradise Valley gefahren. Das Paradise Valley ist ein – google drück es perfekt aus: „Von Flüssen gespeiste Badeattraktion mit natürlichen Felsenbecken und kleinen Wasserfällen“. Richtig hübsch. Vor allem finde ich die Café mit Stühlen im Wasser supersüß. Am Abend sind wir aufgehübscht ins Fairmont gestöckelt. Wir haben richtig richtig gut gegessen und der marokkanische Wein ist auch nicht zu verachten. Ein wunderschöner und gelungener Abend. Und weil es uns hier so gefällt, bleiben wir einfach noch eine Nacht oder zwei. Beschäftigt haben wir uns damit einen Neoprenanzug für mich zu finden. Die Leihanzüge sind teilweise echt eklig und passen auch nicht gut und da mein Feuer entfacht und wir eigentlich das ganze Jahr nahe am Meer bleiben möchten, habe ich beschlossen mir einen zu kaufen. Gesagt aber nicht so leicht getan weil es viel zu viel Auswahl gibt und wenn man sich dann noch ein wenig einliest und so wie ich – schwer entscheiden kann – dauert das halt ein bissle. Aber ich wurde fündig. Jetzt brauche wir nur noch einen geeigneten Platz im Django aber den finde ich. 🤓
Gestern haben wir uns dann von Tamraght losgerissen und sind weiter nach Süden gefahren. Ein Zwischenstopp wurde noch im Carrefour Supermarkt eingelegt. Wir planen ja ein paar Tage in der Wüste zu verbringen und da mussten die Vorräte aufgefüllt werden. So Sachen wie Käse, Mozzarella oder Müslizeugs gibt nur in den großen Supermärkten und die sind rar. Und dann wollten wir uns auch mal ne Flasche Wein oder bissl Bier holen aber da hat uns der Ramadan einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn zu dieser Zeit haben die Carrefour Cave’s (das ist der abgetrennte Teil in dem man Alkohol kaufen kann) geschlossen. Ohhh nooo. Dann gibts halt weiterhin Wasser und Saft. Okeyyyy… Und so fuhren wir gestern die Küste gen Süden bis Sidi Ifni. Der letzte richtige Ort vor dem Plage Blanche. Wir wollten uns einen Campingplatz aussuchen (es gibt 4) aber da hat uns das Schicksal gleich den Weg gezeigt denn auf dem ersten stand ein Oman – also der gleiche Camper den wir haben. Abgebogen und gleich mal lange gequatscht. . Ein super nettes Pärchen aus der Schweiz. Mal schauen, vielleicht fahren wir mit den beiden ja die 90 km Sandpiste des Plage Blanche. Wir fänden es super. Sidi Ifni ist übrigens ganz hübsch aber irgendwie leer. Ob’s am Ramadan liegt oder wir einfach zur falschen Zeit hier sind, merken wir wahrscheinlich heute Abend. Da checken wir mal die Tage nach Sonnenuntergang.
Wir haben uns von Andrea und Peter – unsere Oman-Freunde verabschiedet aber für den Tag darauf am Plage Blanche wieder verabredet. Sie haben Lust die Tour mit uns zu machen und wir freuen uns richtig dolle.
Von Sidi Ifni aus ging es am 14.03.2024 südwärts durch karge Landschaften links und dem Meer rechts. Wir hatten von Andre und Nicole – unsere Freunde aus Marrakesch einen Restaurant-Tipp (eher Strandrestaurant) erhalten und das mussten wir probieren. Ca. 45 Minuten später biegen wir also rechts auf einen Schotterweg – eher offroad Piste und nach 2 Kilometern stehen wir am Strand. Das kleine Restaurant sieht geschlossen aus aber wir rufen und fragen nach. Natürlich macht sie uns was zu essen. Eine Karte gibt es nicht weil es gibt nur Fisch-Tajine. 😂 Ok, die nehmen wir. Zwei mal bitte. Circa eine Stunde später genießen wir unsere Fisch-Tajine, die unfassbar lecker ist. Richtig, richtig gut und wir sind dankbar für den tollen Tipp.
Nach dem Essen gehts weiter Richtung Plage Blanche. Den Parkplatz den wir uns ausgesucht haben kann man nicht verfehlen denn hier endet die Straße und man sieht einen unendlich breiten Sandstrand und Meer. Herrlich. Wir erkunden die Umgebung und laufen kilometerlang am Strand entlang. Ab und zu mal kommt uns ein Jeep auf dem Sand entgegen. Das wollen wir auch. Wir haben eine ruhige Nacht und genießen den nächsten Tag wieder am Strand bei einem langen Spaziergang und laufen schon mal unsere Route ab. Am späten Nachtmittag stoßen Andrea und Peter zu uns. Wieder gehts auf einen Strandspaziergang. Wie wir das lieben. Am darauffolgenden Tag besprechen wir zu Viert nochmal die Route und testen das Rein- und rausfahren mit dem Reifendruck (wir müssen einiges an Luft ablassen um auf dem Sand fahren zu können). Es braucht ein paar Anläufe bis wir problemlos die Sanddüne hochkommen. Wir sind startklar. Unsere Nachbarn begutachten die ganze Sache und gehen lieber erst einmal mit ihren beiden Hunden „Yves“ & „Sant Laurent“ spazieren. Kein Witz! Wir sind fast abgebrochen. 🦮🦮😂
Die Tour auf dem Sand am Plage Blanche macht einen Riesenspaß. Man kann mit 100 Sachen am breiten unendlich langen Sandstrand heizen. Natürlich müssen wir uns auch mal kurz freibuddeln aber das gehört eben auch dazu. Leider kommt man nicht bis Tan-Tan durch. Zumindest haben wir uns an einer bestimmten Stelle einfach nicht mehr weiter gewagt. Man muss ja auch nichts herausfordern. Ist eh scho mega geil. Also drehen wir um und machen auf halber Strecke eine Essenspause. Stühle raus, Outdoorküche installiert, Markisen raus und mitten auf dem breiten Sandstrand mit Meerblick eine leckere Pasta gezaubert. Ein richtig cooles Erlebnis. Am Nachmittag fahren wir wieder vom Strand auf unseren Parkplatz. Die Luft muss für die Straße wieder aufgepumpt werden. Am Strand sind wir mit ca. 2 / 2,5 bar gefahren (auf der Straße sind es 4 / 4,5). Wir haben beschlossen noch ein bisschen zusammen weiter zu reisen. 😍 Die beiden sind einfach mega nett und wir haben richtig Gaudi. Auf gehts nach Tan-Tan. Dort mussten wir feststellen, dass wirklich alles leergefegt ist und wir noch nicht mal eine Kleinigkeit zu essen bekommen. Tan-Tan ist eine aufgeräumte hübsche Stadt aber es gibt nicht so viel zu sehen, so dass wir beschließen Richtung Tafraoute aufzubrechen. Unterwegs wollen wir auf einen 4×4 Campingplatz.
So langsam wird es dunkel als wir auf die Sandpiste zu unserem Campingplatz abbiegen. Huiiii, die Strecke geht wirklich nur mit Allrad oder einem einigermaßen tauglichen Auto. Doch an einer Sanddüne bleiben wir hängen und müssen uns gegenseitig abschleppen. Hatten wir heute auch noch nicht. 🤓 Hmmmm, Mist. Aber wir bemerken, dass der Platz an dem wir gestrandet sind richtig cool ist und parken einfach zwischen zwei Sträuchern im Sand neben der Piste. Wahnsinn. Und was steht da so ca. 10 Meter von uns entfernt? Eine Kamelfamilie. 🐪 🐪 🐪 Einfach so. Marokko ist einfach unbeschreiblich cool. Diesen wunderschönen Tag lassen wir mit einem leckeren GinTonic mitten in der Steppe neben den Kamelen bei herrlichen Temperaturen ausklingen. Was für ein wundervoller, aufregender und lustiger Tag.
Geweckt werden wir durch Geraschel neben unserem Auto und als wir die Jalousien öffnen schauen uns zwei Kamelbabys interessiert an. Die ganze Familie ist wieder da und futtert an den Sträuchern. Was für ein Geschenk.
Am Vormittag – es ist mittlerweile der 17.3.2024 – düsen wir dann weiter und fahren einen tollen Pass durch den Atlas in die Oasenstadt Tafraoute die im Antiatlas auf ca. 1000m Höhe liegt. WOOOWWWW. Die Umgebung von Tafraoute ist der Wahnsinn. Die Stadt liegt inmitten einer imposanten Granitlandschaft mit sagenhaften von Regen und Wind rund geschliffene Felsformationen. Wir parken auf dem städtischen Parkplatz der eine Art riesiger Stellplatz für Wohnmobile ist. Man stellt sich einfach kreuz und quer. Ziemlich cool hier. Wir parken die beiden Omans und erkunden gleich mal das Städtchen. Ganz schön cool hier. Wir finden ein nettes Restaurant und stoßen auf den nächsten tollen Tag an den wir zu Viert erleben durften. Wir bekommen sogar Wein – trotz Ramadan. Tafraoute gefällt uns immer besser.
Auf dem Parkplatz ist ein reges Treiben – es kommen Kids mit süßen Kuchenstücken vorbei und jeder bietet seine Dienste an. Am nächsten Tag bestellen wir für den Abend eine große Berberpizza und die Dame nimmt auch gleich unsere gesamte Wäsche mit und bringt sie samt Pizza am Abend zu unseren Autos. Fantastisch. Das ist schon mal erledigt. Wir starten eine Wanderung zu den „blauen Steinen“ des belgischen Künstlers Jean Vérame. Dieser hat 1984 südlich von Agard-Oudad riesige rund geschliffene Granitblöcke mit bunten Farben angemalt. Die Wanderung dauert in Summe 3-4 Stunden uns ist wirklich empfehlenswert. Der Typ hat richtig viele Steine bemalt. Keine Ahnung wie lange der damit beschäftigt war. Wie kommt man bitte auf so eine Idee?
An den Autos angekommen, geduscht und pünktlich stehen Wäsche und Berberpozza auf dem Tisch. Großartig. Vor allem weil wir ein paar Bierchen und eine Flasche Wein mitorganisiert haben – also Peter hat das gemacht. Er hat ein Händchen dafür.
Uns gefällt es richtig gut und wir bleiben einfach noch ein bisschen. Am nächsten Tag kommt ein Frisör vorbei und Toni wird direkt am Django auf unseren Campingstühlen geschnitten. Wasser wird übrigens auch gebracht. Einer verkauft Scheibenwischer und andere bringen Essen oder was Du auch haben willst. Der Brotmann steht 9 Uhr mit frischem Baguette auf der Matte. Und unser kleiner Welpe Schnuffel kommt auch regelmäßig vorbei. Ein richtiger cooler Ort.
Am Donnerstag (21.3.) reißen wir uns dann doch mal los und starten zu der bekannten Offroad-Tour durch die Schluchten und zur Oase Ait Mansour. Eine beeindruckende Landschaft und eine coole Offroad Tour. Auch wenn ich mal wieder bissl Pippi in der Hose hatte denn am schmalsten Teil kommt uns natürlich ein Auto entgegen. War ja klar. Und natürlich gehts einen Abhang runter. Also alle aus den Autos raus und die Omans am Auto und am Abhang vorbei gelotst. Puhhh.
Wir beschließen nochmal auf den coolen Parkplatz in Tafraoute zu fahren. Es ist einfach zu schön dort aber nicht ohne vorher noch durch den Sand zu den bunten Steinen zu heizen. Mitten durch. Jipppiiiii. Unser Auto macht uns richtig Spaß. Nach so einem anstrengenden Tag muss man sich natürlich erstmal wieder einen Tag ausruhen. Wir bleiben einfach hier und lesen und chillen. Für Freitagabend haben wir uns nochmal ein schönes Restaurant ausgesucht weil wir am Samstag wirklich mal weiter fahren wollen. Wirklich jetzt. Die Wüste ruft.
Endlich konnten wir uns von Tafraoute losreißen. Unser nächstes Ziel ist Tata. Es führen mehrere „Straßen“ nach Tata. Wir entscheiden uns für eine kleine kaum eingezeichnete Strecke und die hat es landschaftlich in sich. Einsam, wunderschöne Berglandschaften und was ist denn da auf der Straße. Ohhh. 🐪 🐪 🐪 🐪 🐪 🐪 🐪 Eine riesige Kamel-Karavane spaziert auf der Straße – auf unserer Straße. Wir stoppen und warten, dass die vielen Kamele an uns vorbei ziehen. Wir überschlagen grob 50 Tiere – groß und klein. Sooo eine schöne Erfahrung. Die Tiere strahlen unheimliche Ruhe aus. Weiter gehts durch die Berge über einen Pass von 1889 Metern und nach ca. 3 Stunden erreichen wir unser. Ziel. Tata schaut auf den ersten Blick richtig nett aus. Wir haben uns einen kleinen Campingplatz in einer Palmenoase ausgesucht und checken ein. Richtig schön, vor allem weil es eine Yogaterasse gibt – ist es natürlich nicht aber sie eignet sich nahezu perfekt um den Körper mal wieder ordentlich zu bewegen. Wir schauen uns das Örtchen an und stellen fest, dass es richtig schön ist. Nach einiger Recherche finden wir heraus, dass die Haupteinnahmequelle Transfergelder sind. Ach sooo. Interessant. Wir bleiben zwei Tage aber dann zieht es uns weiter. Die Wüstentour steht noch an und wir Vier sind schon freudig aufgeregt.
Die Tour beginnt in Foum Zguid und endet in M’hamid. Diesmal nehmen wir die Straße und sind nach 2 Stünden schon an unserem Ziel. Foum Zguid ist ein langgezogenes Dorf in dem sich alles auf der Hauptstraße abspielt. Es gibt zwei Campingplätze und schnell ist klar, wir nehmen den am Ortsausgang. Der ist sehr cool auch wenn uns ein deutsches Paar erstmal anzaunzt weil wir uns einen Stellplatz ausgesucht haben, den die beiden offensichtlich für sich als störend finden. 🙄 Wir schauen uns weiter um und dann zeigt uns Rashid – der richtig coole Besitzer ein special Plätzchen unter den Palmen. Der beste Platz am Platz. So! Herrlich ist es hier. Aber der Hunger – was sonst – treibt uns in die „Stadt“. Es gibt zwei Restaurants und wir checken beim ersten ein und essen überraschend sehr gut. Dann trödeln wir noch ein bissl rum aber der aufkommende Wind treibt uns zu unseren Campern. Dort machen wir es uns für den Rest des Tages gemütlich. Am Abend bestaunen wir den krassen Mond und sind einfach nur happy. Ein schöner und entspannter Ort. Am Tag darauf entscheiden wir uns für das gleich Programm – extrem chillen und bissl Strecke checken. Morgen gehts endlich los. Wenn der Wind aufhört. Denn den ganzen Tag bläst er schon ganz schön dolle. Abends haben wir uns in Rashids Restaurant einen Tisch reserviert, es gibt richtig gute Tajine (was sonst) und tadaaaaaaa Rotwein. Rashid ist einfach eine coole Socke. Die Nacht ist dann weniger cool weil uns der Wind also eher Sturm durchschaukelt. Ist ja wie auf nem Boot hier. 🤪 Doch am Morgen hat sich der Sturm gelegt und alle Zeichen stehen auf Grün. Es geht heute also endlich auf die berühmte Wüstentour. Wir bekommen noch ein paar Tipps von Rashid und ein Care-Paket (Wein und Bier 😂 – das kaufen wir natürlich). Und looooossss gehts.
Wir finden problemlos den Einstieg. Erst einmal gehts eine steinige Piste entlang – so ca. 25 Kilometer. Auf dem Weg sehen wir viel „Nichts“ 🤣 und rechts eine Bergkette dessen auffälligster Gipfel tatsächlich einer Tajine ähnelt. Wir haben es fast nicht geglaubt als uns Rashid davon erzählte aber tatsächlich. Eine Tajine als Berg. Man fragt sich wirklich wie die Natur das gemacht hat. Vielleicht wurde die Tajine ja nach diesem Berg entworfen? Hmmm…. 🤔 Muss ich mal recherchieren. Weiter gehts. Wann kommen denn nun endlich die Sanddünen. Uns kommen richtig viele Geländewagen entgegen die richtig Spaß hatten – sieht man an den glänzenden Augen und lachenden Gesicherten. Unterwegs kommen wir an eine, Brunnen und einer Herde Esel vorbei. Wir schöpfen ein paar Eimer Wasser in den Trog für die Tiere und düsen weiter. Und auf einmal wird der Untergrund weicher und weicher und kurz nach dem Café „Titanic“ – wurde einem Schiff nachempfunden (kommt jetzt überraschend) – eine Art Wüstencafe in dem viele Geländewagen Halt machen ist er da. Der Sand. Jipiiiiiii. Also anhalten und erstmal Luft aus den Reifen lassen. Wir fahren unsere Reifen mit 4 / 4,5 bar und lassen ab auf 2 / 2,3 bar ab. Sieht aus als hätten wir Platten aber jetzt hat der Reifen eine breitere Auflagefläche und kommt besser durch den Sand. Und das machen unsere beiden Omans mit Bravour. Wir surfen durch den Sand durch die Dünen und es ist einfach nur unbeschreiblich. Marokko – the Land of the free – das wird uns hier mal wieder bewusst. Nach ca. 6 Stunden inkl. Esel, Luft ablesen und tausenden Fotostopps suchen wir uns einen Schlafplatz an einer Düne. Mitten in der Wüste. Auf einmal kommt ein Typ mit 5 Kamelen vorbei. Grüßt uns freundlich und fragt uns – Achtung jetzt kommt – ob wir ein Ladekabel haben uns sein Handy laden können. What? 😂😂😂 Klar machen wir gerne. Er braucht übrigens zwei für seine beiden Handys – beides alte Nokia Geräte aber schon mit Micro-USB (zum Glück). Wir nutzen die Zeit in der die Handys laden und Andrea und ich schwingen uns auf eins seiner Kamele. Also schwingen ist jetzt bissl übertrieben. Der Aufstieg ist gar nicht so einfach für kleine Menschen wie mich. Und wenn man dann sitzt hievt sich das Kamel hoch – erst hinten so dass man denkt man kippt vorne über dann vorne und man muss sich ordentlich festhalten. Ganz schön erhabenes (man sitzt echt weit oben) aber auch komisches Gefühl. Ich kraul dem Kamel mal kurz am Kopf, Toni macht ein paar Fotos und dann freue ich mich auch auf festen Boden unter den Füßen. Also einigermaßen fest – stehen ja im Sand. Die paar Minuten scheinen Ibrahim zu reichen und er schnappt seine Handys und seine Kamele und zieht weiter. Lieber Typ. Wir wandern ein bissl auf die Dünen und schauen uns den Sonnenuntergang an. Dann genießen wir bei Rashids Wein und ein paar Snacks den windstillen Abend im Nirgendwo. Was für ein einzigartiges Erlebnis. Dankbar schlafen wir herrlich in dieser unwirklichen Stille.
Am nächsten Tag gehts weiter. Erst sandig, dann folgt eine etwas nicht so schöne Steinpiste die nicht enden will. Also lassen wir wieder ein bissl mehr Luft in die Reifen sonst gehen sie auf den Steinen noch kaputt. Ein wenig traurig, dass die Sandpiste schon zu vorbei ist, machen wir Halt und zaubern ein schnelles Mittagessen. An unserem Lunch-Ort sehen wir aber auch wieder mehr Sand und das schaut sehr vielversprechend aus. Also schnell aufessen und weiter fahren. Der Wind zieht langsam auf was in der Wüste nicht so dolle ist. Ein Sandsturm kann ganz schön übel werden. Also gehts weiter und nach ca. einem Kilometer wirds richtig richtig mega cool. Wir surfen wieder durch ziemlich tiefen Sand (wie haben eigentlich bissl viel Luft in den Reifen aber die Autos machen das richtig gut). Und dann kommen ganz schön große (als zum drüber fahren große) Sanddünen. Das fetzt. Wir werden immer mutiger und schanzen über die Dünen. Soooo geil. Noch cooler als gestern. Nach ca. 1,5 Stunden nähern wir uns M’hamid. Wir hatten uns einen Wüstencamp ausgesucht – aber daran ist nicht zu denken. Es ist so trübe und windig und wir sehen kaum noch etwas so dass wir uns einen Campingplatz im Ort mit Mauer ausgesucht haben. Selbst hier ist es noch brutal stürmisch und wir können kaum ein Fenster öffnen. Der Campingplatz gehört zu einem Hotel und es hat ein hübsches Restaurant in dem wir uns gleich fürs Abendessen anmelden. an draußen sitzen ist gar nicht mehr zu denken. Nach einem leckeren Essen schlafen wir immer noch grinsend von unserer mega Tour friedlich ein. Am nächsten Morgen sind wir froh auf diesem Camping und nicht im Wüstencamp zu stehen weil ein richtiger Sandsturm aufgezogen ist. Wir können kein Fenster im Auto öffnen obwohl es brutal warm ist und verziehen uns den ganzen Tag ins Restaurant. Dort schauen wir uns YouTube Reisevideos und träumen von weiteren Reisezielen. 😍 Wir haben trotzdem einen gemütlichen Tag zu Viert und am Abend essen wir wieder im Restaurant. Es gibt…. das gleiche wie gestern. Ok, dann nehmen wir das. 🤣
Leider sieht die Wettervorhersage nicht besser aus und schweren Herzens verwerfen wir das Wüstencamp und fahren am nächsten Tag wieder nach Zagora. Einer größeren Stadt. Es steht Peters Geburtstag an und dafür suchen wir uns ein schönes Plätzchen. Zagora ist ein richtig hübsches Städtchen und wir laufen ziemlich lange durch die endlose Hauptstraße, machen Halt in einer Art-Galerie und landen im Teppich-Verkauf 😂, trinken unseren obligatorischen Orangensaft und checken in einem Laden zum Essen ein der Pizza anbietet. Na schauen wir mal. Um uns rum fangen die Moslems an appetitlich loszufuttern denn die Sonne ist untergegangen und sie dürfen essen. Macht richtig Freude ihnen zuzusehen. Viele treffen sich in Gruppen (auch in den Souks), stellen einen Tisch auf, viele Stühle drumrum und essen dann alle zusammen. Richtig schön. Unsere Pizza ist gar nicht mal so schlecht und dann gehts müde zurück in die Autos.
Am nächsten Morgen dann ein großes Geburtstags-Hallo und richtig leckere Geburtstags-Nutella-Schneckennudeln. 😋 Wir verbringen einen gemütlich Tag und am Abend grillen wir am Campingplatz-Pool und stoßen auf und mit Peter an. Wir quatschen wieder lange und genießen unseren letzten Abend zu Viert.
Heute am 1.4. verabschieden wir uns von Andrea und Peter. Die beiden fahren nach Merzouga (da waren wir schon) und wir wollen nochmal nach Marrakesch. Da hat es uns einfach zu gut gefallen. 😍 Eigentlich wollen wir unterwegs einen Stopp einlegen aber wir kommen so gut durch, dass wir schon gegen 18 Uhr auf dem Stellplatz mitten in Marrakesch angekommen sind. Wir haben uns überlegt zu einem dieser tollen Restaurants zu gehen aber vor Ort mussten wir feststellen, dass man hätte reservieren müssen. 😦 Ohh noooo. Ein Türsteher gibt uns den Tipp „Kabana“. Das kennen wir schon und gehen dort hin. Wir müssen warten bis ein Tisch frei wird und wie geht das am Besten? Genau, mit einem gepflegten Sevilla Gin Tonic. Manomann ist der lecker. Wir bekommen einen Tisch und essen hervorragend. Darauf gleich noch einen GT. 🤭 Uiiii den merken wir auch ganz schön und leichtfüßig tingeln wir nach hause in unseren gemütlichen Django. Morgen wollen wir uns den neuen Teil von Marrakesch angucken.
Marrakesch flasht uns wieder aufs Neue. So eine vielfältige, bunte, coole, traditionelle und natürlich auch laute und touristische Stadt. Herrlich. Wir haben uns an diesem Tag den neuen Teil von Marrakesch reingezogen. Viele hervorragende Restaurants, schöne Straßen mit Shops und Malls, schicke Hotels und Privacy Residentials (wie kleine Städte mit allem was das Herz begehrt in einer großen Stadt) und breite Boulevards sowie grüne Gärten (Jardins). Wir haben heute ca. 35 Grad und ich trage ein schwarzes Kleid. Wetter-App-Check sollte ich mal in meine Morgen-Routine aufnehmen 🤣. Für den Abend wollen wir uns ein schönes Restaurant aussuchen und versuchen zu reservieren. Aber es ist alles ausgebucht. Hätten wir am Abend vorher machen sollen aber da waren wir mit GT-trinken beschäftigt 🤭. Also gut, dann wirds halt ein sehr frühes Abendessen (17 Uhr) im Dardar. Ist ja gesund so früh zu dinieren. Nach einem fantastischen Essen im angesagten Rooftop Restaurant hat uns die Stadt mit samt seinem Souks nochmal eingesaugt und am Ende des Abends mit einer kleinen Kupferpfanne, neuen dünnen Bauwollhandtüchern (die, die Toni überhaupt nicht mag 😜) und einem hübschen Kerzenständer wieder ausgespuckt worden. Die Kupferpanne ist übrigens die Einzige ihrer Art – sagte der Verkäufer. Bestimmt. Aber tatsächlich haben wir nie wieder eine irgendwo anders entdeckt. Unser letzter Abend in Marrakesch City. Morgen möchten wir nochmal auf den Le Relais Camping außerhalb der Stadt. Und was macht man am letzten Abend in einer so coolen Stadt? Genau, eine noch coolere Rooftop Bar besuchen. Und was fällt uns da direkt wieder ein? Na? Das Kabana. Richtig. Ein richtige guter Sevilla-GT macht uns zwar den Abschied nicht leichter aber ist ein toller Abschluss.
Gesagt getan, am nächsten Morgen ging’s für uns die 8km Richtung Norden auf den Campingplatz Le Relais. Mit Pool, Waschmaschine und Schirmchen-O-Saft. Auf dem Weg dorthin gehen wir noch in einen großen Carrefour und füllen unsere Vorräte auf. Angekommen. Wir suchen uns ein nettes Plätzen und packen endlich mal Markise, Lichterkette, Teppich und alles Camping-Equipment was wir besitzen aus und richten und heimelig ein. Scheee. Der Vormittag war seeeeehr lang und wir sind hungrig. Außenküche aufgebaut und Essen gezaubert. Danach chillen wir einfach. Am nächsten Tag chillen wir weiter und weil’s so schön ist, bleiben wir noch einen dritten Tag und chillen nochmal. Wir haben ja keine Termine 🤓. Erwähnenswert sind noch die sommerlichen Temperaturen von um die 30 Grad 🥳. Und uns hat ein Pfau auf dem Campingplatz besucht. Auch ein seltener Gast.
Irgendwann am dritten Tag raffen wir uns dann doch mal auf und es zieht uns weiter. Richtung Norden. So langsam möchten wir mal wieder biken (das geht in Marokko nicht) und Toni vermisst seinen Iberico Schinken. Auf dem Weg zur Fähre in ein paar Tagen (wir haben ein Flex-Ticket) möchten wir uns noch einiges anschauen.
Als erstes steht Casablanca auf dem Plan. Es gibt dort eine der größten Moscheen der Welt. Das wars aber dann auch schon. Die Idee war in Casablanca Mittagessen zu gehen, dann die Moschee zu besichtigen und uns dann nördlich der Stadt einen Schlafplatz zu suchen. Soviel mal zum Plan. Die Realität sah dann etwas anders aus. Beim Einfahren in die Stadt hat uns google geleitet und an einer Kreuzung sollten wir links abbiegen. Es gab keine richtige Abbiegespur und die Ampel war rot aber hinter uns kamen die Autos angeheizt. Echt mies ausgeschildert hier. Dann sind wir etwas vorgefahren um besser abbiegen zu können. MÖÖÖPPPP! Fehler. Die Polizistin am Straßenrand hat uns gleich mal rausgewunken. Wir wollten nicht mitten dort stehen bleiben und Toni fuhr 3 Meter weiter – das fand sie mal so richtig Scheisse weil sie uns ja an einer bestimmten Stelle angehalten hatte. Keine guten Vorzeichen. Ihre Miene versteinerte sich weiter. Dann hat sie uns auf französisch zugetextet. Ähhh nix verstehen. Nach einigem Hin- und Her haben wir 400 Dirham (ca. 40 €) zahlen müssen weil wir über die rote Ampel gefahren sind. Boahhhh. Erstens ist das für marokkanische Verhältnisse richtig viel Geld und zweitens hätte eine Verwarnung auch gereicht. Wir sind ja nicht mit 200 Sachen durch die Stadt geheizt (mal abgesehen davon, dass das mit Django gar nicht möglich ist). Diskutieren ist völlig unnötig also haben wir die Kohle bezahlt und sind weiter gefahren. Leicht verärgert. Die Häuser und Straßen hier sind richtig schick, erinnert ein wenig an Beverly Hills. Hammer. Hier gibt es sicher ein cooles Restaurant. Gibt es auch aber KEINS hatte offen. Aus lauter Verzweiflung weil Kühlschrank leer und Hunger sind wir bei Mc Donalds eingekehrt. MÖÖPPPP! Fehler Nummer 2. Keine 20 Minuten nach dem Essen hat uns schon der Magen gegrummelt. 🤢
Na gut. Dann fahren wir mal zur Moschee. In google eingegeben und einen tollen Parkplatz daneben gefunden und hingefahren. MÖÖPPP! 3. Fehler weil der Parkplatz war eine Tiefgarage und wir sind zu hoch. Also durch die sehr hektischen und sehr befahrenen Straßen gedüst – kein Parkplatz. Toni genervt. Ich will die Moschee sehen. Beide Bauchweh. Puhhh. Allerschlechteste Laune. Dann finden wir einen Parkplatz, davor die Polizei. Sieht doch gut aus. Nein. Sieht es nicht weil da darf man nicht parken. Und wir sollen am Ende der Straße ja nicht rechts abbiegen. Nur links. Weil rechts dangerous. Der Tag kann fast nicht besser werden. Toni weiterhin genervt (zurecht genervt) aber willigt ein nochmal eine Runde um den großen Kreisverkehr der Moschee zu drehen. Und siehe da ein Parkplatz für Autos aber der Wärter winkt uns und wir dürfen parken. Halleluja 🙏. Geparkt und wieder umgeparkt weil der Parkwächter die Räder im Auge behalten will. Scheint eine üble Gegend zu sein. Und das vor einer heiligen Stätte. 🤔 Wir geben dem richtig lieben und taubstummen Wächter mehr Geld als er verlangt und er ist super dankbar und passt richtig gut auf unseren Django auf. Die Hassan-II Moschee (wurde nach König Hassan benannt) war jede Anstrengung wert. Ein imposantes Bauwerk auf einem riesigen Gelände das allerdings auch ziemlich teuer war (die Dreiviertel Milliarde US-Dollar wurde teilweise mit Spendengeldern der Einheimischen finanziert). Das Minarett ist mit 200 Metern das zweithöchste der Welt. Wunderschön vertäfelt und dann singt noch der Muezzin sein Gebet als wir dort stehen. Das war schon eine ganz besondere Stimmung.
Als wir die Moschee besichtigt hatten gings direkt raus aus der Stadt. Wir würden nicht noch einmal mit dem Auto dorthin fahren. Das ist wirklich anstrengend weil viel Verkehr herrscht und alle fahren irgendwo nur nicht in ihrer Spur. Toni hat das richtig gut gemeistert. Ich wäre wahrscheinlich ausgerastet. Wir finden einen netten Campingplatz nördlich von Mohammedia und bleiben eine Nacht. Am nächsten Tag soll es direkt weiter gehen. Nächster Halt die Stadt Rabat am Meer.
Am Morgen sind wir direkt aufgebrochen. Rabat – die Hauptstadt Marokkos – liegt ca. 1,5 Stunden von Casablanca entfernt und soll richtig schön sein. Leider ist das Wetter ziemlich trübe aber trotzdem einigermaßen warm. Wir finden einen Parkplatz am Meer und spazieren los. Erst am Meer entlang bis zur großen Kasbah, die wir uns ausgiebig anschauen. Von außen erscheint alles in lehmfarben aber innen erstreckt sich ein kleiner hübscher weißer Ort. Wirklich wunderschön. Am Ende der Kasbah sieht man aufs Meer und seitlich erstreckt sich ein herrlicher Garten mit vielen verschiedenen Pflanzen. Ein grüner Traum inmitten einer Stadt. Nach der Kasbah schlendern wir weiter durch die Stadt bis zu den Souks in die wir auch direkt eintauchen. Hier ist es viel entspannter als in Marrakesch. Man kann ungestört schauen, anfassen und riechen. Zu mittag essen wir in einem kleinen Schnell-Restaurant ganz ok, besuchen dann noch den Hassan Turm und spazieren am modernen Stadtteil entlang. Hier fährt eine ultramoderne Trambahn mit WiFi. Da schau her. Rabat kann man wirklich empfehlen. Hier findet sich alles Gegensätzliche – moderne Häuser neben der Kasbah, Souks neben Shops, teure Autos und die Trambahn neben dem Esel. Am Abend fahren wir zu unserem nächsten Ziel. Die kleine Stadt Asilah. Hier angekommen finden wir einen Parkplatz am Wasser beim Hafen. Wir haben noch Zeit bis es dämmert und schauen uns die kleine gemütliche auch in weiß gehaltene Stadt an. Erinnert ein wenig an Griechenland. Man ist recht schnell durch den Ort gelaufen. Es gibt einen großen Stadtstrand und einige Fisch-Restaurants. Wir nehmen in einem der beiden Restaurants am Hafen Platz und essen ziemlich guten Schwertfisch – ist im Moment Saison dafür. Da es in Asilah nicht mehr so viel zu sehen gibt, düsen wir am nächsten Vormittag weiter nach Tanger. So langsam wollen wir nach Spanien und ab Tanger – besser gesagt Tanger Med legt unsere Fähre ab. Tanger ist die nördlichste Stadt und ziemlich busy. Das haben wir gar nicht erwarten. Hier findet man relativ viel Business und Autohäuser jeglicher Marken. Die Autofahrt zu unserem Parkplatz der ziemlich zentral ist – mal wieder – ist etwas hektisch und wir schwören uns (mal wieder 😜) nicht mehr in die Städte zu fahren sondern lieber außerhalb zu parken. Na beim nächsten mal vielleicht. Wir geben dem Typen auf dem Parkplatz bissl Geld damit er schön aufpasst und schwirren in die Stadt. Hier ist die Hölle los. Es ist Sonntag. What the f**k? Tanger ist richtig schön. Die meisten Häuser sind auch hier in weiß gehalten und der Souk eng und verwirrend aber süß. Auch hier gibt es eine richtig schöne Kasbah mit tollen Cafés und Restaurants die wir besuchen. Irgendwann fragen wir ein Mädel, was hier eigentlich los ist. Sie sagte uns, dass das so ist weil „the end is near“. Ahhh weil der Ramadan in zwei Tagen vorbei ist, scheinen hier alle durchzudrehen und kaufen ein, shoppen, essen und freuen sich vor. Cool. Tolle Stimmung. Wir kaufen noch bissl Gemüse, treffen eine Katze mit den blauesten Augen di wir je gesehen haben und wollen uns dann außerhalb der Stadt einen Schlafplatz suchen. Am nächsten Tag (8.4.) nehmen wir die Fähre zurück nach Europa. Klingt irgendwie komisch aber wir sind ja auf dem afrikanischen Kontinent. Wir warten bis 19 Uhr (dann ist die Sonne untergegangen und die Moslems sind alle beim Essen) und fahren gemütlich am Meer entlang zu einem großen Parkplatz etwas außerhalb. Am Meer sind überall Tische und Stühle aufgestellt und die Menschen essen zusammen und reden und freuen sich. Echt cool. Jetzt ging alles ganz schnell. Unsere letzte Nacht in Marokko ist angebrochen. Krass. Die Nacht war etwas schlafarm denn auf der Straße vor unserem Parkplatz übt einer mit seinem Motorrad Wheelie fahren – so bis ca. 4 Uhr 🥺🥺🥺. Nach sehr wenig Schlaf düsen wir gleich am Morgen zur Fähre und haben Glück denn die 12 Uhr Fähre hat noch ein letztes Plätzchen für uns frei. Wir müssen rückwärts einparken damit wir in Spanien als Erstes rausfahren können. Sehr geil.
Danke Marokko! Danke für zwei großartige Monate! Danke für deine Gastfreundschaft, Danke für deine tollen Menschen, Danke für deine unbeschreibliche und abwechslungsreiche Landschaft, Danke für deine coolen Städte und für deine Nomaden- und Bergdörfer, Danke, dass wir uns so frei in dir bewegen durften, uns nie unsicher fühlten und durch deine Offenheit am Leben der Menschen ein wenig teilhaben durften. Danke, dass wir viel über dich und über uns selbst lernen durften. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir dich wirklich lieben gelernt und kommen ganz sicher wieder. Traurig blicken wir auf der Fähre zurück und zugleich freudig nach vorne.
Spanien – hello again. Nice to see you!