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14.04.-20.04.2023 – Kroatien die Zweite 🥰

Unsere erste Tat morgendlich ist mal kurz durchs Rollo lugen um zu schauen wie das Wetter ist. Das spielt uns nämlich ganz schöne Streiche und ist ehrlich gesagt nicht wie erwartet. Irgendwie haben wir uns Mitte April in Kroatien schon in kurzen Hosen und T-Shirt gesehen. Weit gefehlt. Das deutsche April-Wetter scheint uns zu verfolgen. Aber an diesem neuen Morgen scheint doch glatt die Sonne und wir können unseren Kaffee am Strand trinken. Jiipiiiii 🤗

Also gleich mal die Bikes ausgepackt und nach einer schönen Mountainbike-Tour geschaut. Gesucht, gefunden. 30 km über die Insel Ciovo, Start direkt am Campingplatz (Campingplatz Rozac). Schön auf Schotter bergauf, dann wieder ein paar kleine Trails durch die Botanik und dann wieder auf Schotter hoch. Wie wir das mögen. Nur mit sehr sehr starkem Gegenwind. Puhhhh. Zwischendurch waren wir ein bisschen wilden Spargel suchen. Den gibt es überall in Kroatien. Der ist dünner als der Grüne aber sehr intensiv und schmackhaft. Kurze Gegenwindpause und weiter gehts über die Insel. Dann kam DER TRAIL –  perfekter Weg mit Wurzeln, weicher Waldboden UND er endete am türkisblauen Meer. Traumhaft. Zuhause gab erstmal einen großen Teller Pasta a la Toni und ein Schläfchen. Weil, es hat ja mal wieder angefangen zu regnen. 

Am Tag darauf den 16.4. stand die Stadt Trogir auf dem Plan. Bei – wie soll es anders sein – Nieselregen sind wir gestartet und haben uns bei weniger Nieselregen die zauberhafte Altstadt angeschaut um bei Nieselregen wieder zum Campingplatz zu laufen. Am nächsten Tag ging’s dann nach Split.

Auf nach Split – der größten Stadt Südkroatiens – und erstmal zum Bauhaus. Wir hatten unseren Gasgrill zuhause vergessen und dieser riesige Baumarkt versprach Abhilfe. Wow, das ist wirklich eine sehr sehr großer Baumarkt. Und… tataaaa wir haben einen portablen Gasgrilll gefunden und mitgenommen. Parkplatz in der Stadt gesucht und gefunden und ab in die Altstadt. 

Wir kamen über den Fährhafen und den Busbahnhof in die Stadt und schon wieder WOW. Split ist wunderschön! Eine Mischung aus Palma, Barcelona und Trogir mit italienischen Einflüssen (das muss ich dazu schreiben 😜) sehr mondän, beeindruckend und verlockend. Es war gegen 14 Uhr und wir hatten – wie soll es anders sein – Hunger. Haben uns ein nettes Restaurant gesucht und sehr lecker gegessen. Gestärkt schlenderten wir durch enge Gassen und kleinen Einkaufsstraßen vorbei an alten Bauwerken, dem Diokletianspalast und zahlreichen Bars und Restaurants sowie der Sphinx. Man kann wirklich stundenlang durch die Stadt, die Hügel durch die Gassen hinauf und am Strand entlang spazieren ohne das einem langweilig wird. Das Einzige was passieren kann ist: man wird hungrig. Gleich wieder ein wunderschönes Restaurant gefunden und hervorragend gegessen. Gegen Abend wollten wir uns dann etwas südlich von Split einen Platz zum Schlafen suchen. Und siehe da, ein paar Kilometer weiter in dem Örtchen Omiš wurden wir fündig. Direkt im kleinen Fischerhafen konnten wir ruhig und ungestört übernachten. Omiš ist auf der einen Seite eingesäumt von riesigen Felsen und auf der anderen Seite erstrecken sind endlose Sandstrände – ja richtig Sandstrände. Ich bin fast ausgeflippt. 😍

Morgens sind wir dann ins Städtchen gelaufen um auf dem Markt frisches Gemüse (unter anderen Wildspargel) und leckerstes Brot (natürlich hellstes Weißmehl ohne jegliche Körner oder irgendwelchem gesunden Zeugs) zu kaufen.

Weiter ging’s entlang der Adria Magistrale – der schönsten Küstenstraße Europas, die eigentlich schon in Triest beginnt. Die Landschaft südlich von Split wird immer beeindruckender – Bergmassive, Schluchten und dazwischen Buchten mit türkisfarbenem Wasser. Das sieht doch eigentlich nach einem Strandstopp aus. Gesagt, getan, In Gradac fahren wir von der Magistrale ab, runter in den Ort und zum Strand. Dort an einem Parkplatz können wir Benzo abstellen und stehen direkt am hellen (fast)-Sandstrand mit türkisfarbenem Wasser. Mutterseelenallein. Und was liegt da nahe? Richtig. Klamotten aus und rein ins Wasser. 🌊 Kalt aber sauschön. Wir chillen ein bisschen und dann kommt der Hunger. Wie immer am Strand. Gut, dass wir den kleinen tragbaren Gaskocher gekauft und noch eine Art Bolognese-Sauce im Kühlschrank haben. Kurz die Bolo um Kidneybohnen, Kreuzkümmel und Mais erweitert und ein Chilli gezaubert. Alles an den Strand geschleppt und direkt am Wasser gekocht und gegessen. Perfekt dazu ein Elfo rosé von der anderen Seite der Adria aus Apulien. 🤣 Auf Petrus ist verlaß denn bevor es allzu gemütlich wird, hat der die Dusche von oben wieder aufgedreht. 🌧️

Ab ins Auto und weiter auf der Magistrale bis.. hoppla ein Schild zu einem Weingut. Blinker links gesetzt und mit quietschenden Reifen abgebogen (naja nicht ganz so dramatisch). Die Fahrt zum Weingut durch Olivenhaine, bergauf und ab und engen Wegen – ganz nach Tonis Geschmack, denn er konnte endlich mal den Allrad zuschalten – führte uns zum Weingut Rizman mit einem sensationellen Blick auf die neue Brücke mit der man Bosnien (Neum) umfahren kann. 

Eine Stunde und eine Weinprobe später sind wir mit einem Karton feinsten Weiß- und Rotweinen der Region wieder ins Auto um einen Schlafplatz für die Nacht zu finden. Nach kurzen Recherchieren sollte es ein kleiner Fährhafen in Ston sein (Beach Prapratno). Allerdings liegt nebenan ein – zu dieser Zeit noch nicht geöffneter Campingplatz mit einem Parkplatz davor. Dort am Strand von Prapratno haben wir eine fast ruhige Nacht gehabt. Fast weil es unfassbar viele verschiedene Vogelarten gibt die offensichtlich nachtaktiv sind und wunderschön zwitschern und den Schakalen, die gerne mal bitterlich heulen. 

Wir hatten trotzdem eine super Nacht und sind gleich morgens den 19.04. nach Dubrovnik aufgebrochen. Es heisst Dubrovnik ist die schönste Stadt Kroatiens und ja, ich glaube das stimmt auch. Die Fahrt in die Stadt und die Parkplatzsuche mit einem so monströsen Gefährt ist nicht ohne aber machbar. Wir haben auf einem Parkplatz im Hafen geparkt und sind dann die 30 Minuten in die Altstadt gelaufen. Man spaziert durch die geschäftige City einen Hügel hoch und wieder bissl runter und irgendwann – man traut seinen Augen nicht – steht man vor der Festungsstadt mit den alten Mauern. WOW WOW WOW. Eine Brücke – das Pile Gate – und ein Tor bilden den Eingang zur Altstadt die von einer Stadtmauer mit Festungen und Türmen umringt ist. Auf der anderen Seite des Eingangs erwartet einen eine andere Welt. Dubrovnik ist atemberaubend schön. Die Altstadt gehört seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe. Zu Recht. Hier wurde auch Game of Thrones gedreht – ich oute mich denn ich hab die Serie nie gesehen.🫢  Man schlendert über alte Steine zwischen hohen Mauern in kleine Gassen in denen super süße (völlig überteuerte) Restaurants sind, an Kirchen, Plätzen und historischen Gebäuden vorbei. Man kommt aus dem Staunen eigentlich überhaupt nicht mehr raus. 

Einziger Wermutstropfen ist der Übertourismus mit tausenden Game of Thrones Souveniers oder sonstigen Dubrovnik Mitbringsel und den wirklich ganz schön happigen Preisen in den Restaurants.

Nach dem ganzen Trubel der Stadt zieht es uns wieder aufs Land und wir haben uns ein kleines – wie soll es anders sein – Weingut zwischen Dubrovnik und der Grenze zu Montenegro ausgesucht. Der kleine Stellplatz „Camperstop Vineyrad“ liegt mitten in der Natur an einem kleinen Weingebiet mit eigener Weinkellerei und zur Begrüßung gibt es selbstgebrannten Schnaps (also eher Likör). Sehr sympathisch. Und sehr zu empfehlen. Hier verbringen wir die Nacht bevor es morgen den 20.4. nach Montenegro geht. https://www.park4night.com/de/place/233653

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